Interview

Häufig gestellte Fragen - FAQs

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Was war Ihre erste Erfahrung mit der Kunst?
Was hat Sie dazu gebracht,
Künstlerin zu werden?

Ich wuchs mit dem Gefühl auf, anders zu sein als die anderen Kinder. Meine Gedanken, Gefühle und Ideen passten häufig nicht zu dem, was von mir erwartet wurde.


Deshalb suchte ich Freiräume für mich, und Zufluchtsorte für meine Fantasie. Ich fand sie in der Natur, in Büchern und beim Malen und Zeichnen.


Meine erste richtige Erfahrung mit Kunst war dann die besondere Atmosphäre im Malraum einer Kinderkunstschule, verbunden mit den typischen Farbgerüchen und dem Gefühl, mich dort entfalten zu dürfen. Das war ein Schlüsselerlebnis, das mich sehr geprägt hat.

"Innere Freiheit ist für mich unauslöschbar verknüpft mit dem Geruch nach Farbe."

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Gibt es bestimmte Themen, Botschaften
oder Theorien hinter Ihrer Arbeit? 
Welches sind diese?

Leben und leben lassen!


Aus meiner persönlichen Geschichte heraus möchte ich dazu ermutigen, die eigene Besonderheit als etwas Wertvolles zu betrachten und ihr Raum zu geben.

Selbstakzeptanz trägt viel dazu bei, dass wir auch andere so sein lassen können, wie sie sind. Ich begegne den Menschen mit Freundlichkeit, Toleranz und Respekt, und meine Werke sind ebenso zugewandt und bewertungsfrei. Sie lassen vieles offen und geben keine Betrachtungsregeln vor.

Fantasievolle und ungewöhnliche Gedanken dazu sind ausdrücklich erwünscht! Meine Arbeiten dürfen ein Spiegel sein, um der inneren Welt des Betrachters Ausdruck zu verleihen.

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„Ich möchte zu Individualität und fantasievollem Denken ermutigen.Das ermöglicht Offenheit und Toleranz, und davon brauchen wir mehr.“

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Können Sie uns etwas über Ihre künstlerische Herangehensweise erzählen?

Fiktive, abstrakte Darstellungen mit floral anmutenden, organisch gerundeten Elementen verbinde ich mit starken, klaren, zeichnerischen Linien. Figürliches fügt sich ein und verschmilzt mit dem Abstrakten zu einer neuen Dimension. So schaffe ich Kunst, die gleichzeitig malerisch und grafisch wirkt und etwas mysteriöses ausstrahlt.

Meine Werke entstehen aktuell überwiegend mit Ölfarben, teils auch mit Acryl, auf hochwertiger Leinwand. Die Keilrahmen baue ich meistens selber zusammen, ich mag den handwerklichen Prozess und kann so auch die Leinwand aufspannen, die ich bevorzuge.

"Den gestalterischen Freiraum zwischen Weite und Mikrokosmos nehme ich mir."

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Wie und wo finden Sie eigentlich
Ihre Inspiration?

In der Natur zu sein ist für mich wichtig und gibt mir ein Gefühl von Freiheit. In all der Weite auch die kleinsten, wunderbaren, oft seltsamen Formen und Strukturen zu bestaunen und mit fantasievollen Gedanken zu beleben, öffnet mir den Geist und das Herz. Ich kann Kraft und Energie schöpfen, Anregung und Entspannung zugleich finden.

Die Bewegung und Dynamik in meinen Werken entsteht aus meinem Interesse an der Ausdruckskraft von Körpersprache und Tanz. Die verschiedenen Aspekte des Tanzens begleiten mich schon mein ganzes Leben, und man kann das in den grßzügigen, gestischen, zeichnerischen Spuren mit ganzem Körpereinsatz sehen – und auch in meinen figürlichen Werken, die ihren Ausdruck aus Gestik und Mimik schöpfen.

 

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„Ich wünsche mir, dass Menschen genauer hinschauen. Wer das Besondere im Alltäglichen entdeckt und die Natur wertschätzt, hat bestimmt auch dazu Lust, sich für unsere Welt einzusetzen.“