Warum Kunst?

Vier private Fragen an Judith

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Was war deine erste Erfahrung mit der Kunst?
Was hat dich dazu gebracht,
Künstlerin zu werden?

Ich wuchs mit dem Gefühl auf, anders zu sein als die anderen Kinder. Meine Gedanken, Gefühle und Ideen passten häufig nicht zu dem, was von mir erwartet wurde.

 

Deshalb suchte ich Freiräume für mich, und Zufluchtsorte für meine Fantasie. Ich fand sie in der Natur, in Büchern und beim Malen und Zeichnen.

 

Meine erste richtige Erfahrung mit Kunst war dann die besondere Atmosphäre im Malraum einer Kinderkunstschule, verbunden mit den typischen Farbgerüchen und dem Gefühl, mich dort entfalten zu dürfen.
Das war ein Schlüsselerlebnis, das mich sehr geprägt hat.

"Innere Freiheit ist für mich eng verknüpft mit dem Geruch nach Farbe."

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Gibt es bestimmte Themen, Botschaften
oder Theorien hinter deiner Arbeit? 
Welches sind diese?

Meine Kunst ist eine Liebeserklärung an die Fantasie und verknüpft ein fantastisches Universum mit der Realität.


Sie soll dazu ermutigen, den eigenen Wahrnehmungen zu vertrauen und sich darauf einzulassen.

Bewusst zu sehen und zu fühlen bedeutet, mit sich selbst und der Umwelt besser in Kontakt zu kommen.
Das schafft Freiräume für Individualität und ermöglicht gleichzeitig mehr Offenheit, Toleranz und Wertschätzung.

 

Als hochsensibler, Mensch kann ich gar nicht anders, als mich von meinen Sinnen und meiner Wahrnehmung inspirieren und leiten zu lassen - vor allem in Verbindung mit Eindrücken aus der Natur.

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„Ich möchte zu Individualität und fantasievollem Denken ermutigen.Das ermöglicht Offenheit und Toleranz, und davon brauchen wir mehr.“

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Kannst du etwas über deine künstlerische Herangehensweise erzählen?

Mit meinen Werken möchte ich ein fantasievolles Universum vor den Augen des Betrachters entstehen lassen, die sich mit der Aussenwelt verbindet. Meine Arbeit ist inspiriert von allen Sinneswahrnehmungen und geprägt von einem intensiven Naturerleben.

 

Fiktive, abstrakte Darstellungen mit floral anmutenden, organisch gerundeten Elementen kombiniere ich mit starken, klaren, zeichnerischen Linien. Figürliches fügt sich ein und verschmilzt mit dem Abstrakten zu einer neuen Dimension. So schaffe ich Kunst, die gleichzeitig malerisch und grafisch wirkt und etwas Mysteriöses ausstrahlt.

 

Meine Arbeiten entstehen mit Öl- oder Acrylfarben in Kombination mit Kohle, auf hochwertiger Leinwand. Die Keilrahmen baue ich meistens selber zusammen, ich mag den handwerklichen Prozess zum Beginn einer neuen Arbeit.

"Den gestalterischen Freiraum zwischen Weite und Mikrokosmos nehme ich mir."

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Wie und wo findest du deine Inspiration?

In der Natur zu sein ist für mich wichtig und gibt mir ein Gefühl von Freiheit. Ich kann Anregung und Entspannung zugleich finden, und dadurch Kraft und Energie schöpfen.

In all der Weite auch die kleinsten, wunderbaren, oft seltsamen Formen und Strukturen zu bestaunen und mit fantasievollen Gedanken zu beleben, öffnet mir den Geist und das Herz.

 

Die Ausdruckskraft von Körpersprache und Tanz ist ein weiteres Thema, der mich interessiert, und das für Bewegung und Dynamik in meinen Werken sorgt.

Die verschiedenen Aspekte des Tanzens begleiten mich schon mein ganzes Leben, und man kann das in den großzügigen, gestischen, zeichnerischen Spuren mit ganzem Körpereinsatz sehen - und auch in meinen figürlichen Werken, die ihren Ausdruck aus Gestik und Mimik schöpfen.

 

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"Meine fantasievollen Innenwelten, die sich mit der Aussenwelt verbinden, sind inspiriert von Sinneseindrücken und geprägt von einem intensiven Naturerleben.

Die Werke sollen dazu ermutigen, sich auf die eigenen Wahrnehmungen einzulassen.