Über Kunst & Künstlerin
Judith Riemer malt wie jemand, der den leisen Pulsschlag der Welt hören kann.
Aufgewachsen zwischen Gärten, Feldern und weitem Himmel im Norden Deutschlands, lernte sie früh, wie Stille klingt.
Sie beobachtet das Werden.
Sie fühlt die Zwischenräume.
Sie folgt dem Rhythmus, der zwischen Bewegung und Stille lebt.
In ihren Bildern verschmilzt die Lebendigkeit der Natur mit dem inneren Takt des Menschseins.
Farbe, Atem, Zeit werden eins.


Malerei aus Zeit und Werden
Judith Riemers Malerei entsteht aus dem Gespür für Bewegung und Licht,
und aus dem Vertrauen in Prozesse, die sich nicht festlegen lassen. In ihren Arbeiten verbinden sich Farbe, Fläche und Geste zu offenen Bildräumen, in denen nichts erklärt werden muss.
Die Bilder entwickeln sich im Wechsel von Ruhe und Bewegung. Schichten entstehen, lösen sich wieder, verschieben sich. Dabei geht es weniger um Motive als um Zustände, Übergänge und um das, was sich zeigt, wenn nichts festgehalten wird.
Natur ist dabei kein Thema im illustrativen Sinn, sondern ein innerer Bezugspunkt als Rhythmus, Wandel, und als stetiger Zusammenhang.
Judith Riemers Arbeiten sind Teil einer zeitgenössischen abstrakten Malerei, die nicht auf Wirkung zielt, sondern auf Präsenz. Die Bilder laden nicht ein und erklären nichts; sie bleiben bei sich und eröffnen gerade dadurch Raum für eigene Wahrnehmung und Zeit.
Die Künstlerin arbeitet in ihrem Atelier in Nordstemmen, zwischen Hannover und Hildesheim
Was mich ausmacht
Ich bin Judith Riemer, Künstlerin aus Nordstemmen, zwischen Hannover und Hildesheim. Ursprünglich habe ich als Innenarchitektin gearbeitet, bevor die Malerei mehr und mehr in den Mittelpunkt rückte, um letzendlich zu meinem Hauptberuf zu werden.
Mich interessieren die leisen Zwischentöne, die Wandelbarkeit der Jahreszeiten und das Wechselspiel des Lichts. Ganz besonders dort, wo Dinge unscheinbar wirken und erst auf den zweiten Blick sichtbar werden.
Einen großen Teil meiner Zeit verbringe ich draußen, in der freien Natur, zwischen Feldern, am Waldrand, an Flüssen und Seen.
Diese Wege gehe ich mit meinem Australian Shepherd Sky, der auch sonst fast immer an meiner Seite ist.
Das Malen ist für mich ein Innehalten und eine Rückkehr zum eigenen Tempo.
